Ergänzung des Autors

Verschwörungstheoretiker sind Menschen, die von Verschwörungen sprechen, die in Wahrheit gar nicht stattgefunden haben. Über solche Menschen und ihre Motive habe ich in meinem Beitrag ("Wege" 6/2004) geschrieben. Das hat zu einigen Leserzuschriften geführt. Dabei haben mir fast alle Schreiber unterstellt, ich sei der Auffassung, es gäbe überhaupt keine Verschwörungen. Da liegt ein Mißverständnis vor. Mir ist durchaus bekannt, daß Menschen aus Hochfinanz, Industrie und Politik Gruppen bilden, die das Weltgeschehen zu ihrem Vorteil und zum Unglück der Menschheit manipulieren.

Es gibt aber auch wilde Spekulationen auf diesem Feld. In dem Fall ist es berechtigt, von Verschwörungstheorie zu sprechen. Daß es im Einzelfall schwer sein kann, zwischen einer tatsächlichen Verschwörung und einer nur behaupteten Verschwörung zu unterscheiden, ändert nichts daran, daß es beides gibt.

Problematisch an meinem Beitrag war, daß ich Aussagen über den 11. September 2001 als einziges Beispiel für Verschwörungstheorien angeführt habe. Möglicherweise ist es tatsächlich so gewesen, daß zu der Katastrophe des 11. September auch eine Verschwörung auf amerikanischer Seite beigetragen hat. Zugleich sind aber reine Spekulationen, was den Anteil der Amerikaner betrifft, in die Welt gesetzt worden. Diese Mischung erschwert die Aufklärung des wahren Sachverhaltes ungemein.

Heinz Buddemeier,

erschienen in "Wege" Nr. 3/2005

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