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Klara Hofer

Das Schicksal einer Seele -

Die Geschichte vom Kaspar Hauser

Einen stärksten Auftrieb erhielt die Kaspar-Hauser-Forschung im Jahre 1924. Damals nämlich erschien das bedeutsame, von uns wiederholt genannte Buch von Klara Hofer: „Das Schicksal einer Seele. Die Geschichte vom Kaspar Hauser“. Es hat auf der einen Seite dadurch so stark gewirkt, daß die Verfasserin darin mitteilte, sie habe in dem ihr gehörigen und von ihr bewohnten Schloß Pilsach bei Neumarkt in der bayerischen Oberpfalz den geschickt verborgenen kerkerartigen Raum entdeckt, in dem Kaspar Hauser gefangen gehalten und von wo aus er nach Nürnberg gebracht worden sei. Zugleich war es aber wohl ebenso sehr die eigenartige „Aura“ dieses Buches, die auf viele Gemüter wirkte. Aus der Geschichte der Kerkerentdeckung schien eine ausgesprochene Schicksalsführung zu sprechen. Etwas wie von einem Anhauch der übersinnlichen Welt schien sich an manchen Stellen des Buches anzudeuten. Klara Hofer hat es aus innigem Erleben, aus starken Herzenskräften heraus geschrieben, die dem Unglücklichen, von dem es handelt, wesensgemäß entsprechen. Daher spricht das Buch auch den Leser stark an, und es wird diesem nicht schwer, über die auch vorhandenen Mängel der Darstellung hinwegzukommen. Auch das Empfinden Klara Hofers für manche tiefe Symbolik der Dinge, die um Kaspar Hauser spielen, trägt tieferen Wirklichkeiten Rechnung. (Karl Heyer, Kaspar Hauser und das Schicksal Mitteleuropas  im 19. Jahrhundert)

Im Anhang: Das vollständige "Memoire über Kaspar Hauser" von Anselm Ritter von Feuerbach.

Neuauflage: Basel 2019 (Erstauflage: Nürnberg 1924), 229 Seiten, € 24/Fr. 27, ISBN 978-3-906712-52-9

 

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