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Inhalt: Anfang Berlin. In der Schweiz. Wieder in Berlin. Hausbau in Kleinmachnow. Meine Heimat. Etwas Geschichte. Jugendzeit. Die Verwandtschaft. Noch ein bißchen Frieden. Das Landschulheim. Noch kein Krieg. Der Krieg beginnt. Kleine und Große. Kino und dergleichen. Immer mehr Krieg. Zum Militär. Endlich fliegen. Das Kriegsende. Friede? Wieder Zivilist. Wieder in Kleinmachnow. Studienzeit. Im Beruf. Selbstständigkeit. In Düsseldorf. Griechenland. Vaterfreude. Neue Zeit. Vom Bauen. Bootsbau und dergleichen. Die Jahre, die Jahre. Der Zustand einer Gesellschaft. Gestern und Morgen. Das Lächeln eines Kindes.

2007 Eigenverlag, 195 Seiten, zahlreiche Abb., € 15.- / Fr. 18.-, ISBN 978-978-3-906712-25-3

Auslieferung: Lochmann-Verlag, Postfach 58, CH-4009 Basel 9, Tel. 0041.61.3015418, Fax 3013477, info@lochmann-verlag.com

Ludolf v. Walthausen

Blick ich nach Gestern -

denk ich an Morgen

In seiner autobiographischen Skizze verknüpft Walthausen geschickt das Gestern mit dem Heute, den Zeitgeist mit dem Geist des Menschen. Er lenkt den Blick auf Menschen, Zeiten und Räume und lässt dabei mit der feinen Beobachtungsgabe, die dem schöpferisch tätigen Menschen zu eigen ist, Erlebtes und Erfahrenes Revue passieren und lebendig werden. Der Autor nimmt den Leser nicht nur mit auf eine Reise durch viele Jahrzehnte, die offenbar macht, wie sehr das Leben des Menschen - im Gesellschaftlichen wie im Privaten - von Kontrasten bestimmt wird: von Freude und Leid, von Politik und Privatem, von Planung und Zufall, von Heimat und Entfremdung, von Zerstörung und Aufbau, von Natur und Technik. Er vermittelt auch die Quintessenz seiner eigenen Lebenserfahrung: „Leben ist 'Schularbeit' zum Werden des wirklichen Menschen".

So fügen sich Elemente des philosophisch-gesellschaftskritischen Essays, der Autobiographie und des Bildungsromans zu einer charmanten Komposition zusammen, in der die Dinge des Lebens und die menschliche Natur aus dem Blickwinkel eines Menschen betrachtet werden, der das Leben und die Menschen liebt. Und bei all dem scheint stets der Blick des Architekten durch: Schon früh weiß Walthausen: Raumerfahrung prägt den Menschen - gehört doch der Raum untrennbar zum Menschen und seiner Orientierung im Fluß der Zeit. Folgerichtig wurde die Eigenschaft von Räumen, Stimmungen auszustrahlen und Gestimmtheit zu bewirken, zur Richtschnur für sein Wirken als Architekt von Wohn-, Nutz- und Sakralbauten. Das Gestalten, das Ordnen und das Zusammenfügen von Materialien und Massen, von Funktionen, Formen und Farben zu einem harmonischen Ganzen, in dem sich Bewohner und Nutzer wohl fühlen konnten, das war es, was Walthausen das Entwerfen von Räumlichkeit zu einem „beglückenden Akt" werden ließ. Architektur war und ist für Ludolf v. Walthausen immer in erster Linie Baukunst, niemals „entseelte Produktion von Baumasse". So wird das Buch auch zu einem Dokument der beruflichen Identitätsbestimmung, das dem jungen Architekten einmal mehr seine Schlüsselposition bei der räumlichen Gestaltung des Gemeinwesens als Harmonie ausstrahlendes Lebensumfeld des Menschen verdeutlichen mag (Prof. Dr. B. Wonneberger).

 
 

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